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Sicherlich habt Ihr den Ausdruck "Pura Vida" im Zusammenhang mit Costa Rica schon einmal gehört, aber vielleicht versteht Ihr ihn nicht ganz ... noch nicht. Direkt aus dem Spanischen übersetzt bedeutet es "reines Leben", aber in diesen zwei kleinen Wörtern steckt viel mehr als das. Jeder Tico (aka Costa Ricaner), den Ihr trefft, wird es etwas anders sehen, aber im Wesentlichen steht "Pura Vida" für die Philosophie, das Leben in vollen Zügen zu genießen - in einem langsamen Tempo, damit Ihr in jedem Moment präsent seid. Die Worte werden zur Begrüßung, zum Abschied oder als Ausruf verwendet, um Dankbarkeit oder Zufriedenheit auszudrücken ... wir sprechen hier praktisch von einem Glaubenssystem. Nehmt es als ständige Mahnung, sich zu entspannen und Stress abzubauen - dafür ist Costa Rica der perfekte Ort. Hier sind die besten Möglichkeiten, sich um Körper, Geist und Seele zu kümmern und - selbst im Zeitalter der digitalen Ablenkung - im Augenblick zu bleiben.

1. Probiert Euch durch Hunderte von Obst- und Gemüsesorten in Costa Rica.

Foto: Abhishek Jacob

Foto: Abhishek Jacob

Costa Rica besteht aus knapp 20.000 Quadratmeilen Regenwald, Mangroven, Nebelwäldern und Küstengebiet – wir sprechen hier von 12 verschiedenen Klimazonen auf relativ kleinem Raum. Hier wachsen Hunderte verschiedener Obst- und Gemüsesorten, was bedeutet, dass „Jugos naturales“ (mit Milch oder Wasser gemixte Fruchtsäfte) stets reichlich vorhanden sind und die Märkte voller frischer Obst- und Gemüsesorten sind, die nur darauf warten, in einem traditionellen „Tico“-Rezept verarbeitet zu werden.

Sie werden jede Menge der üblichen Verdächtigen finden – Papaya, Banane, Ananas, sogar Passionsfrucht –, aber gehen Sie nicht, ohne auch einige der weniger bekannten Exemplare probiert zu haben. Da wäre zum Beispiel die Cashewfrucht, eine Verwandte der Mango, die oft in einem limonadenähnlichen Getränk verwendet wird. Oder die Pejibaye, ein orangefarbenes Gemüse mit schwarzen Streifen, das traditionell von den indigenen Völkern des Landes verwendet wird (frisch ist sie nicht essbar, aber probieren Sie Pejibaye mit Mayonnaise – das schmeckt wirklich gut).

2. Eintauchen in vulkanischen Schlamm.

Foto: François Bianco

Foto: François Bianco

Das Wasser der Thermalquellen von „ Costa Rica“ entspringt direkt aus den zahlreichen Vulkanen der Insel und ist daher reich an Mineralien und enthält reichlich wohltuenden Vulkanschlamm. Das Baden in diesen Mischungen ist eine Tradition, die Jahrhunderte zurückreicht. Der Schlamm ist reich an Schwefel, Zink und Magnesium, denen allesamt erhebliche gesundheitliche Vorteile zugeschrieben werden. Zink und Magnesium können Haut- und Gelenkentzündungen lindern, und Schwefel wird zur Behandlung von Hautirritationen eingesetzt (manche sagen auch, er verlangsame den Alterungsprozess).

Costa Rica gibt es überall heiße Quellen, aber einer der besten Orte, um sie zu entdecken, ist die Gegend um den Rincón de la Vieja in Guanacaste. Er ist der größte und aktivste Vulkan der Provinz, erreicht eine Höhe von 6.286 Fuß über dem Meeresspiegel und verfügt über nicht weniger als neun Krater. Der Vulkan wird streng überwacht, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Sie müssen sich also nur darum kümmern, Ihre Badesachen mitzubringen und so viele heiße Quellen wie möglich zu entdecken.

3. Lernen über Kakao durch traditionelle Zeremonien.

Foto: Everjean

Foto: Everjean

Die Kakaobohne ist reich an Magnesium, Kalzium und Antioxidantien, und es wird allgemein angenommen, dass sie gut für Euer Herz ist. Um seine heilende Wirkung aus erster Hand zu erfahren, könnt Ihr einfach eine Tüte kaufen (auf den meisten Märkten des Landes). Viel lohnender ist es jedoch, an einer Kakaozeremonie teilzunehmen, bei der Ihr mit anderen Kakao-Anhängern in einem Kreis sitzt, während ein Führer ein zeremonielles Getränk herumreicht, das durch Kochen und Abseihen von Kakaobohnen hergestellt wird.

Dann kommt der gute Teil - macht Euch auf Gesänge, Instrumente, positive Affirmationen und viel Nachdenken gefasst. Das Endergebnis? Ein ähnliches Gefühl wie bei einer entspannenden Meditationssitzung ... kombiniert mit dem Rausch einer wirklich guten Tasse Kaffee. Im Grunde ist es wie auf Wolke sieben.

4. Namaste-ing mit den Besten von ihnen.

Foto: Dana Tentis

Foto: Dana Tentis

Yoga ist vielleicht der perfekte körperliche Ausdruck von „ pura vida “. Es erfordert die Konzentration auf den gegenwärtigen Moment, da man sowohl geistige als auch körperliche Energie darauf richtet, jede Pose zu halten. Außerdem lehrt es Respekt vor dem eigenen Körper und der Umgebung. Nur wenige Aktivitäten sind „Costa Rica “ – und daher gibt es hier so viele Yoga-Retreats und -Kurse, dass man nicht unbedingt im Voraus buchen muss – man kann sich nach der Ankunft einfach umsehen. Vor allem Puntarenas, Montezuma, Tamarindo, Santa Teresa, Nosara und Puerto Viejo sind beliebte Anlaufstellen.

Retreats sind in der Regel mehrtägig oder erstrecken sich sogar über mehrere Wochen. Ihr könnt Euch darauf gefasst machen, nicht nur eine Menge Yoga zu machen, sondern auch zu meditieren, an Vorträgen teilzunehmen und Euch jeden Tag Bio-Mahlzeiten zubereiten zu lassen. Wenn Ihr Euch nicht auf ein Retreat einlassen wollt, könnt Ihr einen Kurs besuchen oder eine private Sitzung mit einem Lehrer buchen. Es gibt viele Studios in der Umgebung, die die Kurse zum Teil im Freien anbieten, etwa an malerischen Stränden.

5. Erleben Sie eine Behandlung mit vulkanischen Steinen.

Foto: SocialButterflyMMG

Foto: SocialButterflyMMG

Steinmassagen sind eine der beliebtesten Spa-Behandlungen in Costa Rica. Dabei werden schwarze Vulkansteine, die die Wärme perfekt speichern, erwärmt und auf Eure nackte Haut gelegt. Die Steine werden in der Regel in 120 bis 150 Grad heißem Wasser erhitzt und von einer Masseurin in Verbindung mit einer Massage verwendet. Die Wärme erweitert die Blutgefäße und fördert die Durchblutung; in Verbindung mit dem Gewicht der Steine bewirkt dies, dass Ihr in einen tiefen Entspannungsmodus versetzt werdet.

Profi-Tipp: Montezuma ist bekannt für seine Spabehandlungen - vor allem, weil man sie direkt am Meer bekommen kann!

6. Einfach den Sonnenuntergang beobachten.

Foto: Visit Costa Rica

Foto: Visit Costa Rica

Die Sonnenuntergänge in Costa Rica sind zu jeder Jahreszeit herrlich, aber am schönsten sind sie in der Regel Ende April oder Anfang Mai, wenn die Trockenzeit endet und die ersten Regenfälle des Sommers einsetzen. Die Qualität eines Sonnenauf- oder -untergangs hängt davon ab, wie sauber die Luft ist, und die ersten Regenfälle reinigen die Atmosphäre von allen verbleibenden Partikeln. Das Ergebnis? Die Farben der Sonne leuchten umso intensiver.

Playa Tamarindo ist einer der besten Orte, um den Sonnenuntergang zu beobachten, da sich die Sonne hier in den weitläufigen Gewässern perfekt spiegelt. Wenn Sie einen etwas abgeschiedeneren Ort suchen, sollten Sie es mit Playa Junquillal versuchen. Da Costa Rica nahe am Äquator liegt, geht die Sonne dort in der Regel gegen 17:30 Uhr unter – informieren Sie sich unbedingt über die genaue Uhrzeit, damit Sie den Sonnenuntergang nicht verpassen.

7. Auswerfen einer Leine ins offene Wasser.

Foto: Lumix2004

Foto: Lumix2004

Costa Rica mag klein sein, aber es liegt zwischen zwei Küsten, und das Land besteht aus einem riesigen Netz von Flüssen und Seen. Im Grunde hat es Zugang zu beiden Seiten der Welt - wenn Ihr bisher noch nicht geangelt habt, fangt Ihr vielleicht in Costa Rica damit an. Die meisten Profis sagen, dass der Pazifik etwas besser ist, denn er ist berühmt für blaue und schwarze Marline, Segelfische und Goldbrassen, und die Saison dauert fast das ganze Jahr über, von November bis September.

Auf einem Sportfischerei-Charter sind Sie auf dem offenen Meer unterwegs, werden sanft von den Wellen gewiegt und genießen zwischen den Würfen den Sonnenuntergang. (Zumindest, wenn Sie den richtigen Ort ansteuern, wie zum Beispiel die Gewässer rund um Quepos und Manuel Antonio.) Wenn Sie tatsächlich einen Fisch an der Angel haben, wird das zu einer richtigen Herausforderung, aber es gibt kaum etwas Urtümlicheres und Belebenderes, als einen Fisch selbst einzuholen.

8. Übernachtung in einer Öko-Lodge.

Foto: Casey Atchley

Foto: Casey Atchley

Costa Rica ist weltweit als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit anerkannt. Hier wurde das Certification for Sustainable Tourism Program ins Leben gerufen, ein von der UNO anerkanntes System, das Unternehmen nach ihrem Umgang mit sozialen, kulturellen und natürlichen Ressourcen bewertet. Das Ziel ist es, Unternehmen (und Touristen) dazu zu bewegen, Entscheidungen auf der Grundlage ihres ökologischen Fußabdrucks zu treffen.

Dank des Schwerpunkts des Landes auf Nachhaltigkeit und Ökotourismus tauchen überall Öko-Lodges auf. Viele werden aus recycelten Baumaterialien gebaut (z. B. aus Holz von umgefallenen Bäumen) und in der Regel mit Solarenergie und/oder anderen erneuerbaren Energien betrieben. Die Standorte liegen meist außerhalb der Stadt, in Wäldern, Tälern, in den Bergen oder in der Nähe von Vulkanen, aber für jede weit entfernte Waldhütte gibt es auch eine einfacher zu erreichende Option.

9. Wandert zur Entspannung durch einen der besten Tierparks der Welt.

Foto: Bernal Saborio

Foto: Bernal Saborio

Der Manuel-Antonio-Nationalpark ist für einen Nationalpark eher klein - mit 1.600 Quadratmetern entspricht er der Fläche von etwa sechs Central Parks -, macht dies aber durch seine Artenvielfalt mehr als wett. Mehr als 100 Säugetierarten und fast 200 Vogelarten sind in diesem pazifischen Paradies zu Hause.

Es gibt mehrere Wanderwege zu erkunden, aber der wichtigste ist Punta Cathedral. Haltet an einem der Aussichtspunkte an und versucht, so viele Tiere wie möglich zu entdecken - wie den vom Aussterben bedrohten Mono-Tití-Affen (den es nur in Manuel Antonio und Corcovado gibt) und den Dios-te-dé-Tukan. Morgens sind die Wanderungen besonders schön, wenn der Regenwald und seine Bewohner aufwachen. Und nach Eurer Wanderung könnt Ihr Euch einfach an einen der vier Strände des Parks legen und etwas Vitamin D tanken - das ist Pura Vida.

Url Matador: https://matadornetwork.com/read/9-costa-rica-experiences-relaxation-rejuvenation/

von: Aryana Azari